Salve pater patriae! Bibas princeps, optime!
(Sei gegrüßt, Vater des Vaterlandes! Trinke, bester Fürst!)
Bruder Barnabas, Paulaner Mönch
Mit diesem Spruch überreicht jedes Jahr der Paulaner Geschäftsführer die erste Maß Salvator dem Ministerpräsidenten und stößt mit ihm auf sein Wohl und das ganz Bayerns an.
Zurück geht der Brauch auf das Jahr 1751. Damals luden die Paulaner-Mönche Kurfürst Maximilian III. in ihr Kloster ein und boten ihm als Dank für die erste Ausschankgenehmigung an, den ersten Schluck Salvator zu probieren.
Das Bier: Paulaner Salvator
Mit diesem Bier beginnt die Paulaner Brauereigeschichte. Seit über 375 Jahren wird der Salvator bereits nach überlieferter Rezeptur gebraut: karamellfarben die Schaumkrone, kastanienbraun das Bier, kombiniert mit einem verführerischen Duft von Schokolade – im Mund angenehm intensiv. Dazu feinstes Münchner Malz, abgerundet von einer leichten Hopfennote im Hintergrund.
Hopfensorten: Herkules, Hallertauer Tradition
Malzsorten: Pilsener Malz, Münchner Malz
Stammwürze: 18,3%
Alkohol: 7,9% vol
Oft kopiert und nie erreicht: der Urvater aller Doppelbock-Biere, die traditionell auf „-ator“ enden!


Salvator-Probe
Mit Gründung des Klosters Neudeck ob der Au, und den Einzug der Paulaner Mönche um 1621, begann auch das Bierbrauen unterhalb des Nockherberges. Ganz ihrem Ordensgelübde verpflichteten sich die Mönche zu lebenslanger strenger Fastenspeise. Deshalb brauen sie ein besonders starkes, nährhaftes Bier – den Paulaner Salvator. Was sie nicht selbst tranken, schenkten sie den Armen oder verkauften es in der Klostergaststätte und waren schnell eines der beliebtesten Biere in München.
Natürlich waren den bürgerlichen Münchner Brauereien der Bierausschank der Mönche und die wachsende Beliebtheit mit der Zeit ein Dorn im Auge. Am 24. Februar 1634 legten sie Beschwerde beim Münchner Bürgermeister ein, um den Verkauf des Bieres im Kloster Neudeck ob der Au zu verbieten, da die Braulizenz nur für den privaten Eigengebrauch galt. Der Einwand der Konkurrenten blieb jedoch erfolglos, doch ist das die erste offizielle Erwähnung des Paulaner Klosters und gilt auch heute noch als Gründungsdokument der Paulaner Brauerei.
Erst 1751 gab Kurfürst Maximilian III. Joseph die Erlaubnis in jedem Jahr genau an diesem Tag, das Sankt Vater – Bier, den Vorgänger des heutigen Salvatorbieres, auszuschenken. Das Starkbierfest war damit offiziell aus seiner Taufe erhoben. Zum Dank luden die Paulaner Mönche den Kurfürsten und seine Gattin ins Kloster ein, um den ersten Krug des Fastenbieres zu kosten. Eine Tradition die auch heute noch vor jeder Salvatorprobe gepflegt wird, wenn der Paulaner Brauereichef dem bayerischen Ministerpräsidenten die erste Mass Salvator, wie zur Kurfürstenzeit, mit den Worten „Salve pater patriae! Bibas, princeps optime“ überreicht
Starkbierfest
Die Salvator-Probe ist der Auftakt des Starkbierfestes:
Zu Ehren ihres Ordensgründers Franz von Paola schenkten die Paulaner Mönche jedes Jahr an seinem Festtag, dem 2. April, ihr Bier an die Münchner aus. Nach Schließung des Klosters führte der neue Brauereibesitzer Franz Xaver Zacherl diese Tradition fort. Nur sollte der Ausschank nicht mehr ausschließlich am 2. April stattfinden, sondern, wie es sich für ein Fastenbier gehört, zur Fastenzeit zwischen Aschermittwoch und Karfreitag. Das heutige Starkbierfest war geboren und lockt Jahr für Jahr tausende Besucher in den Paulaner am Nockherberg.


Das Derblecken
Die Salvator-Probe führt eine urbayerische Tradition fort, denn das Derblecken gibt es schon seit Jahrhunderten. Früher, als das Wirtshaus noch Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens war, begrüßte der Wirt seine Gäste mit humorvollen G’stanzeln. Vor allem die Gerüchte und Geschichten der Stammgäste waren Zentrum seines Spottes. Diese Tradition wird seit 1891, als Volkssänger Jakob Geis mit humorigen Liedern auftrat, auf dem Nockherberg fortgesetzt. Heute müssen sich die Politiker in der Fastenpredigt und im Singspiel die ein oder andere „Watschn“ über sich ergehen lassen.
Die Fastenrede
„I fang als Erstes gleich von oben her o/ und nimm die bairischer Regierung dro, / dera ghörts a mal richtig gsagt/ und bei der Ehre packt“, so leitete der Roiderer Jackl seine erste Fastenpredigt 1954 ein. Damit war das politische Derblecken geboren. Zuvor hielten die Redner meist humorvolle G’stanzeln auf die anwesenden Gäste. Die Liste der Salvatorredner ist lang und erlesen, von Radiomoderatoren über Volksschauspieler hin zu den besten bayerischen Kabarettisten. Zum bereits vierten Mal hält Maximilian Schafroth die Fastenrede dieses Jahr.
Stephan Zinner
15 Jahre war er das Double von Markus Söder, ab 2026 ist er der Salvatorprediger, der den Politikern humorvoll die Leviten liest – Stephan Zinner kehrt auf die Bühne am Nockherberg zurück, von der er sich 2021 verabschiedet hat.
Stephan Zinner wurde in Trostberg geboren. Nach seiner Ausbildung an Schauspielschule Ruth v. Zerboni war er drei Jahre Landestheater Salzburg sowie fünf Jahre bei den Kammerspielen in München tätig. Von 2006 bis 2021 verkörperte er Markus Söder im Singspiel auf dem Nockherberg. Aktuell ist er mit seinem neuen Kabarett Solo-Programm „Der Teufel, das Mädchen, der Blues & Ich“ auf Tour. Außerdem gibt’s „Musikalische Lesungen“ mit geschätzten Kollegen, wie Hannes Ringlstetter, Stephan Leonhardsberger und Maxi Pongratz.
Seit 8 Jahren ist Stephan Zinner fester Bestandteil der Eberhofer Film-Familie. Aktuell im „Guglhupfgeschwader“. Er verkörpert Kommissar Dennis Eden in Münchner Ausgabe von „Polizeiruf 110“ und den „streitbarer“ Pfarrer Hans Reiser in „Himmel Herrgott Sakrament“
Darüber hinaus sind drei Bücher mit Kurzgeschichten und Hörspieltexten erschienen, in denen Stephan Zinner sowohl den alltäglichen Wahnsinn des Lebens beleuchtet, als auch leisere und nachdenklichere Töne anschlägt.

Als neulich die CSU bei einer Umfrage unter 50% in der Wählergunst gesunken war, da hat der Maget schon wieder gejubelt: „Das ist unsere Stunde“. Es war halt leider auch bloß eine Stunde
Bruno Jonas, 2006 über die Bayern SPD
Jessas Herr Stoiber! Ja sind Sie immer noch da? Seit 25 Jahren arbeite ich mich an ihm ab und er kommt immer wieder! Er hört nicht auf! Entweder sind Sie ein Machoist, oder Sie ham wirklich Humor
Michael Lerchenberg, 2009 über den ehemaligen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber
Wenn sich einer der anwesenden Politiker zu viel oder zu wenig derbleckt fühlen sollte: Wir Bayern sind da nicht zimperlich und hie und da grob, aber wir meinen’s auch so
Emil Vierlinger 1976
Ganz Deutschland hat sich nicht’s sehnlicher gewünscht als Horst Seehofer als Heimatminister. Jetzt frag ich mich: was denkt sich da jetzt so ein Oberlausitzer? Der denkt sich: Kaum ist der Russe weg, kommt der Bayer
Luise Kinseher, 2018 über Innenminister Horst Seehofer
Sehr geehrte Herren Verbrecher und Verleumder! Werte Lügnerinnen und Lügner! Liebe müde und kalte Krieder, blutige Stümper, Dilettanten und Gaukler! Liebe Handlanger Moskaus
Walter Sedelmayr begrüßt 1983 die Politiker mit ihren eigenen Wahlkampfworten
Rita, glaub ich, heißt sie, diese weinerliche Schreinemaker-Gretel des Bundestages
Erich Hallhuber, 1997 über Rita Süßmuth
Der lustvoll strahlende schwäbische Barockheilige Theodor auf einem CSU-Tandem mit dem spitzgotischen Erzengel Edmund aus dem strengen bayerischen Mittelalter: Mit euch könnten ja ganze Heimatstücke im Intrigantenstadel gespielt werden.
Max Griesser, 1995 über den CSU Vorsitzenden Theodor Waigel und Ministerpräsident Edmund Stoiber
Das Politiker-Derblecken fällt heuer praktisch aus. Weil in einer Regierung, in der jeder jeden verarscht – da kann man doch keinen mehr derblecken
Gerd Fischer, 1999 über die rot-grüne Bundesregierung
Ganz glücklich sitzt du da, mit deinem Freibier. Du nimmst mit, was geht. Du bist so einer, der am End von der Raiffeisenvollversammlung noch die übrigen Schnitzelsemmel zamfrisst.
Maximilian Schafroth, 2019 über Hubert Aiwanger
Liste der Fastenredner
Jakob Greis (1891-1921)
Weiß Ferdl (1922-1931)
Adolf Gondrell (1951-1953)
Roider Jackl (1954-1974)
Emil Vierlinger (1954-1959 und 1961-1979)
Ernst Maria Lang (1979)
Klaus Havenstein (1981)
Walter Sedlmayr (1982-1990)
Max Griesser (1992 – 1996)
Erich Hallhuber (1997-1998)
Gerd Fischer (1999-2002)
Bruno Jonas (2004-2006)
Django Asül (2007)
Michael Lerchenberg (2008-2010)
Luise Kinseher (2011 – 2018)
Maximilian Schafroth (2019 – 2025)
Stephan Zinner (2026 – )
Deutlich später als die Fastenpredigt, entwickelte sich das Singspiel als fester Bestandteil des Starkbieranstiches. Seit den späten 1960er Jahre werden die Politiker von Schauspielern gedoubelt und ihre Charaktere auf humorvolle Art nachgezeichnet und derbleckt. Erst mit der Fernsehübertragung des Bayerischen Rundfunks ab 1982, zunächst in Aufzeichnungen, seit 2009 mit einer Live-Übertragung, nahm die Bedeutung des Singspiels deutlich zu. Schon Wochen vorher werden über Inhalte des Stücks und die Besetzung der Rollen in den Medien spekuliert.
Die Autoren – Stefan Betz und Richard Oehmann
Seit 2018 sind Stefan Betz und Richard Oehmann für das Singspiel bei der Salvator-Probe am Nockherberg verantwortlich. Im ersten Jahr brachten sie einen Western auf die Bühne, 2019 schickten sie die Politiker in einen alten Fitnesskeller, 2023 ging es auf eine einsame Insel, 2024 war ein Horrorkrankenhaus der Ort des Geschehens und letztes Jahr gab es mit „Ein Wadl für Deutschland“ eine Revue zur Bundestagswahl. Immer gab es viel Lob und das nicht von ungefähr:
Sowohl Stefan Betz als auch Richard Oehmann sind spezialisten für bayerische Typenkomödien.
Betz schrieb die Drehbücher für die „Eberhofer“-Kinoreihe nach den Romanen von Rita Falk und sowohl für den Münchner als auch den Franken-Tatort. Gelegentlich spielte er da auch mit.
Oehmann ist u.a. Autor, Hörspielmacher und Kolumnist und tritt auch bisweilen auf Kabarettbühnen auf. Viele Bayerische Kinder und Familien kennen seine Hörspiele mit „Doctor Döblingers geschmackvollem Kasperltheater“.

Musikalische Leitung – Martin Probst
Vergangenes Jahr feierte Martin Probst erfolgreich Premiere als musikalischer Leiter des Singspiels und war für die Kompositionen verantwortlich.
Probst studierte fünf Jahre klassisches Schlagwerk, Jazzdrums und Klavier am Richard-Strauss-Konservatorium München und schloss das Studium 1995 ab. Danach spielte er als Jazzdrummer zahlreiche Konzerte und Tourneen in ganz Europa, bis er 1998 die Filmmusik für sich entdeckte. Seitdem komponierte er die Musik zu mehr als 50 Kino und TV Filmen, von „Tatort“ , „Polizeiruf“ und vielen TV-Movies bis zu Kino Hits wie die komplette „Eberhofer Krimi“ Reihe, „Friendship“, „Eine ganz heiße Nummer 1&2“ , „Das Glaszimmer“ und weiteren.

Alan Brooks Choreographie
Alan Brooks ist ein fester Bestandteil am Nockherberg: Seit 2019 ist er für die Choreografie beim Singspiel zuständig und sorgt dafür, dass die Politikerdoubles sich ausdrucksstark auf der Bühne bewegen.
Brooks bringt viel Expertise mit. Zunächst studierte er an der Londoner Rambert School klassischen und zeitgenössischen Tanz und war danach am Scottish Dance Theatre in Dundee tätig. 1998 wurde Brooks Solist am Ballett des Staatstheaters am Gärtnerplatz in München und war in Produktionen von bekannten Choreografen wie Jiří Kylián oder Carolyn Carlson zu sehen.
Zu seinen eigenen choreographischen Arbeiten zählen Werke für die Münchner Philharmoniker, das Staatstheater am Gärtnerplatz, das Münchner Kammerorchester, die Münchner Kammerspiele und die Bayrische Staatsoper. Mit seinem Projekt „Tanz mal Drei“ initiierte Brooks das erste Schul- und Jugendprogramm einer stattlichen Ballettkompanie in Deutschland und ist Dozent an der Universität Eichstätt für Kunstpädagogik und Kunstdidaktik.

„Wirf das Handtuch, Lindwurm!“
(Titel folgt)
Das Salvator- Singspiel 2026
Nikola Norgauer – Bärbel Bas
Es ist bereits die sechste Rolle von Nikola Norgauer auf dem Nockherberg. Ursula von der Leyen, Natascha Kohnen, Andrea Nahles, Heidi Klum – die beim ausgefallenen Nockherberg 2020 leider Corona zum Opfer fiel – Olaf Scholz und nun Bärbel Bas. Seit ihrem Schauspielstudium an der Hochschule in Saarbrücken spielt Nikola Norgauer deutschlandweit an vielen Theatern, u.a. in Karlsruhe, Krefeld, Ingolstadt, Regensburg, auf der Luisenburg in Wunsiedel und seit vielen Jahren am Metropoltheater in München. Aber auch aus Film und Fernsehen kennt man sie, wo sie unter anderem in Serien wie „Die Rosenheim Cops“, „Die Chefin“, „Watzmann ermittelt“ oder auch im Kinofilm „Wackersdorf“ zu sehen ist.
Thomas Unger – Markus Söder
Bereits zum vierten Mal wird Thomas Unger den Bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder am Nockherberg spielen. Unger verfügt über zahlreiche Erfahrungen in verschiedenen Theater und Filmproduktionen. Zunächst studierte Unger allerdings Sonderschulpädagogik bevor er nach Berlin an die Hochschule der Künste ging. Sein erstes größeres Engagement bekam er am Badischen Staatstheater in Karlsruhe. Danach war er vermehrt im Fernsehen zu sehen. So spielte Unger schon im „Tatort“, „Taunuskrimi“, zuletzt in „Die Chefin“ und seit 2018 in „Daheim in den Bergen“ mit.
Stefan Murr – Hubert Aiwanger
Stefan Murr ist die Allround-Waffe am Nockherberg: Karl-Theodor zu Guttenberg, Hubert Aiwanger, Florian Pronold, Alexander Dobrindt, ein Indianer, Andreas Scheuer sind seine bisherigen Rollen und jetzt zum dritten Mal wieder Hubert Aiwanger. Das kommt nicht von ungefähr, denn Stefan Murr ist ein vielseitiger Schauspieler, wie er auch in zahlreichen Fernsehfilmen und Serien wie „Die Ibiza Affäre“, „Marie fängt Feuer“ oder „Der Kaiser“ beweist. Seine Schauspielausbildung bekam Murr an der renommierten Otto-Falckenberg-Schule in München, und machte schon früh erste Bühnenerfahrungen an den Münchner Kammerspielen und spielte später u.A. am Münchner Volkstheater. Zuletzt war er in der Literaturverfilmung „Sturm kommt auf“ zu sehen und demnächst in „Neue Geschichten vom Pumuckl“.
Sina Reiß- Katharina Schulze
Nach einem Jahr Pause schlüpft Sina Reiß wieder in die Rolle von Katharina Schulze im Singspiel am Nockherberg. Bereits von 2019 bis 2024 verkörperte sie die Fraktionsvorsitzende der Grünen als Double. Ihre Schauspielausbildung absolvierte sie am Mozarteum Salzburg und stand schon während des Studiums bei den Salzburger Festspielen auf der Bühne. Ab 2015 gehörte sie als Kriminaltechnikerin Billie Curio zum festen Cast der „SOKO München“. Weitere Aufmerksamkeit erlangte sie in „Servus Baby“ sowie in der High-End-Thriller-Serie „Turmschatten“, die 2024 auf dem Filmfest München ihre Weltpremiere feierte. Seit 2021 ist sie in der beliebten ARD-Serie „Die Heiland – Wir sind Anwalt“ in einer durchgehenden Hauptrolle zu sehen. Im Kino überzeugte sie unter anderem in „Der Fall Collini“, „Der Passfälscher“ und „Die Mittagsfrau“.
Thomas Limpinsel – Jens Spahn
Nach drei Jahren Robert Habeck ist Thomas Limpinsel mittlerweile fester Bestandteil des Nockherberg-Teams. Jetzt schlüpft er in eine neue Rolle des CDU-Fraktionsvorsitzenden Jens Spahn. Limpinsel studierte ab 1987 Schauspiel an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover und ging danach an das Bayerische Staatsschauspiel in München. Seit 1997 ist er als freier Schauspieler auf zahlreichen Bühnen als engagiert. Daneben ist Limpinsel in zahlreichen Kinoproduktionen zu sehen. So gehörte er zum Cast von „Der Untergang“, „Der Fall Collini“ oder „Abschussfahrt“. Auch in Serien wie „Der Lehrer“ oder „Tatort“ oder zuletzt in „Wolfsland“ spielte er mit.
David Zimmerschied – Friedrich Merz
2023 spielte David Zimmerschied zum ersten Mal Friedrich Merz, damals noch CDU-Vorsitzender, und schlüpft nun
zum vierten Mal in die Rolle. Diesmal als Kanzler. Er stand bereits im Alter von zwölf Jahren vor der Kamera, unter der Regie seines Onkels, des Kabarettisten Sigi Zimmerschied, bei den Dreharbeiten zu „Schartl“. Nach seinem Schauspielstudium in München war er in verschiedenen TV-Produktionen und Kinofilmen zu sehen. So wirkte Zimmerschied im preisgekrönten Dreiteiler „Unsere Mütter, unsere Väter“, Oliver Hirschbiegels „Elser“, „Tatort“, und den Sky-Serien „Das Boot“, „Der Pass“ und „Munich Games“ mit.
Wowo Habdank- Alexander Dobrindt
Rückkehr auf den Nockherberg: Von 2014 bis 2018 verkörperte Wowo Habdank im Singspiel Anton Hofreiter. Dieses Jahr schlüpft er in die Rolle von Innenminister Alexander Dobrindt. Seine Ausbildung absolvierte er in Bern an der Hochschule der Künste. Danach war auf Theaterbühnen u.a. in Graz, Zürich, Berlin und München zu sehen. Habdank wirkte auch in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen wie „Tatort“, „Tannbach – Schicksal eines Dorfes“, „Hubert und/ohne Staller“ oder „München Mord“ mit.
Gerhard Wittmann – Dieter Reiter
Gerhard Wittmann ist seit 2015 fester Bestandteil des Singspiel-Ensembles. Nach seiner Schauspielausbildung in München folgten Theaterengagements in Linz, Regensburg und Landshut. Auch an der Komödie im Bayerischen Hof ist er öfter zu sehen u.a. in „Das perfekte Geheimnis“. Wittmann kann bereits auf eine langjährige Film- und Fernsehkarriere zurückblicken. So war er im „Polizeiruf 110“, „Tatort“, „Nord Nord Mord“ zu sehen und ist fest im Team der Krimi-Reihen „Laim“ und „Der Kommissar und der See“. Das Publikum kennt ihn auch aus Kinofilmen wie „Wer’s glaubt wird selig“ als spießigen Bruder in den „Eberhofer-Krimis“ und zuletzt in „Jennerwein – Hochsaison“.
Judith Toth – Michaela Kaniber
Breits zum dritten Mal wird Judith Toth als Michaela Kaniber auf der Nockherberg-Bühne stehen. Toth studierte nach ihrem Schulabschluss in München Schauspiel. Seitdem war und ist sie auf Theaterbühnen wie dem Bayerischen Staatsschauspiel und dem Münchner Metropoltheater zu sehen. Bekannt ist Toth darüber hinaus durch zahlreiche Film- und Fernsehauftritte. So spielte sie regelmäßig in der ARD-Heimatreihe „Daheim in den Bergen“ mit.
| Rabe | Amy Sellung |
| Rabe | Julia Bergen |
| Rabe | Anton Gruber |
| Die schlechte Laune | Richard Oehmann |
Musikerinnen und Musiker
| Keyboard, Percussion | Martin Probst |
| Schlagwerk, Geräusche | Greulix Schrank |
| Gitarren | Luke Cyrus Goetze |
| Bass, Tuba | Wolfgang Gleixner |
| Flöte, Saxophon | Florian Riedl |
| Posaune | Marion Dimbath |
| Bratsche | Andreas Höricht |
| Cello | Anna Rehker |
Stab
| Buch/Regie | Stefan Betz |
| Buch/Regie | Richard Oehmann |
| Musikalische Leitung | Martin Probst |
| Choreographie | Alan Brooks |
| Bühne | Evi Stiebler |
| Bühne | Cora Wimbauer |
| Bühne | Tanja Erdmann |
| Kostüm | Caro Sattler |
| Kostüm | Kristin Pektor |
| Kostüm | Stefanie Buck |
| Regieassistenz | Lucie Klankermayer |
| Requisite | Judith Röder |
| Maske | Heike Puzicha |
| Schneiderin | Katrin Bobek |
| Patiniererin | Frederique Guillard |
| Garderobiere | Leonie Rein |
| Bauleiter | Florian Schafarschick |
| Bühnenbau | Much Adam |
| Bühnenbau | Kerstin Büttner |
| Bühnenbau | Phillip Kuse |
| Bühnenmeister | Carsten Lück |
| SFX und Waffen | Dirk Lange |
| Bühnenmalerin | Nicole Day |
| Bühnenmalerin | Deike Heeren |
| Ton (Saal) | Wilhelm und Willhalm |
| Regiehospitanz | Katharina Reuter |
| Kostümpraktikanz | Alba Messerschmitt |
1634
Gründungsdatum Paulaner Brauerei
Am 24. Februar 1634 legten sie Beschwerde beim Münchner Bürgermeister ein, um den Verkauf des Bieres im Kloster Neudeck ob der Au zu verbieten, da die Braulizenz nur für den privaten Eigengebrauch galt. Der Einwand der Konkurrenten blieb jedoch erfolglos, doch ist das die erste offizielle Erwähnung des Paulaner Klosters und gilt auch heute noch als Gründungsdokument der Paulaner Brauerei


1751
Erste Ausschankgenehmigung
Die Paulaner Mönche bekommen vom Kurfürst Maximilian III Joseph offiziell die Genehmigung am Tag ihres Ordensvaters am 2. April auszuschenken. Zum Dank luden die Paulaner Mönche den Kurfürsten und seine Gattin ins Kloster ein, um den ersten Krug des Fastenbieres zu kosten.
1773
Bruder Barnabas
Der Mönch Valentin Stephan Still, genannt Bruder Barnabas, kommt als Braumeister in das Kloster Neudeck ob der Au. Er setzte mit seiner innovativen Braukunst neue Maßstäbe in Geschmack, Qualität und Bekömmlichkeit. Übrigens ist seine Rezeptur von damals noch immer die Basis für den heutigen Paulaner Salvator.


1806
Das moderne Starkbierfest entsteht
Zu Ehren ihres Ordensgründers Franz von Paola schenkten die Paulaner Mönche jedes Jahr an seinem Festtag, dem 2. April, ihr Bier an die Münchner aus. Nach Schließung des Klosters führte der neue Brauereibesitzer Franz Xaver Zacherl diese Tradition fort. Nur sollte der Ausschank nicht mehr ausschließlich am 2. April stattfinden, sondern, wie es sich für ein Fastenbier gehört, zur Fastenzeit zwischen Aschermittwoch und Karfreitag. Das heutige Starkbierfest war geboren.
1861
Der Salvator-Keller
1861 wird der Salvatorkeller auf dem Nockherberg gebaut, endlich war der geeignete Ort für den Savlator-Anstich und das Starkbierfest gefunden und mit ihm viele zahlreiche Legenden und Geschichte.


1888
Die Salvator-Schlacht
Das Starkbierfest ist normalweiser eine friedliche und launige Veranstaltung. Nicht so im Jahre 1888. Nachdem die Obrigkeit eine Bierpreiserhöhung durchgesetzt hatte, endete am 23. März der Abend in einer Massenschlägerei, mit zahlreichen Verletzten, die nur durch die königliche Eliteeinheit Schwere Reiter aufgelöst werden konnte.
1951
Der erste Salvator nach dem Krieg
Im zweiten Weltkrieg wurde der Salvatorkeller fast komplett zerstört. 1951 feierte man Richtfest und kurz danach die erste Salvator-Probe nach dem Krieg. Schon bald entwickelte sich die Salvator-Probe, wie wir sie heute kennen, mit dem Politikerderblecken durch Fastenpredigt und Singspiel sowie einer umfassenden Rundfunkübertragung.


1991
Erste Absage
Aufgrund des begonnen Golfkrieges wird die Salvator-Probe 1991 das erste Mal seit dem 2. Weltkrieg abgesagt.
Auch 2003 wird die Salvator-Probe wegen des Irak-Kriegs abgesagt.
2020 folgt vier Tage vor der Aufführung die Absage. Die Corona-Pandemie hatte begonnen.
2021
Digitaler Nockherberg
Die Corona-Pandemie macht einen Nockherberg in der ursprünglichen Form unmöglich. Deshalb wird die erste digitale Salvator-Probe ins Leben gerufen. Maximilian Schafroth hält seine Rede in einen leeren Saal hinein– ohne Gäste, aber live vom Bayerischen Fernsehen übertragen. Das traditionelle Singspiel findet nicht statt.
